Holocaustleugnung: Bischof soll erneut vor Gericht

Regensburg. Der englische Bischof Richard Williamson muss erneut vor Gericht. 2009 leugnete er in einem in Regensburg aufgenommenen Interview mit dem schwedischen Fernsehen den Holocaust. Williamson, Angehöriger der zeitgeistkritischen Pius-Bruderschaft, berief sich seinerzeit auf den Leuchter-Report. Das Video kann bis heute auf Youtube angesehen werden. In dem sich anschließenden Gerichtsverfahren wurde Williamson letztinstanzlich freigesprochen. Das OLG Nürnberg hatten kritisiert, dass die Verbreitungswege des Interviews nicht dargelegt worden waren. Die Staatsanwaltschaft Regensburg will den Fall aber nicht auf sich beruhen lassen und hat nun erneut einen Strafbefehl gegen den Priester wegen der Leugnung von 2009 erlassen. Erwartungsgemäß legte Williamsons Verteidiger Einspruch ein. Es wird wieder zum Gerichtsverfahren kommen. In der BRD ist „Holocaustleugnung“ strafbar. Berühmtester Häftling ist der Rechtsanwalt Horst Mahler, der auf Grund seiner Zweifel am Holocaust derzeit eine Freiheitsstrafe von elf Jahren absitzt.

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